Deutsche Küsten-Gang im Europäischen Parlament

Jetzt gibt es auch eine SPD-Küsten-Gang im Europäischen Parlament. Die norddeutschen SPD-Europaabgeordneten MATTHIAS GROOTE (Niedersachsen), KARIN JÖNS (Bremen), HEINZ KINDERMANN (Mecklenburg-Vorpommern), ERIKA MANN (Niedersachsen), VURAL ÖGER (Hamburg) und WILLI PIECYK (Schleswig-Holstein) tun es ihren Kollegen und Kolleginnen aus der SPD-Bundestagsfraktion gleich, wo die Küsten-Gang längst zu einer festen Institution geworden ist.

"Auch wir wollen uns stärker vernetzen und mit einer Stimme sprechen, wenn es um die Interessen der maritimen Wirtschaft in Deutschland, um zukunftssichere Arbeitsplätze, um Ressourcen- und Umweltschutz geht", erklärt GROOTE, Initiator der Küsten-Gang-Gründung im Europäischen Parlament.

Ziel der sozialdemokratischen Europaabgeordneten ist es, das große Know-How und die hohe Leistungskraft der maritimen Wirtschaft in Deutschland stärker als bisher in europäische Konzepte und Projekte einzubringen.

Als erstes wollen die Abgeordneten sich intensiv am Diskussions- und Beratungsprozess über das Grünbuch zur Europäischen Meerespolitik beteiligen, das die Kommission Ende des Monats vorlegen wird. Die Küsten-Gang im Europäischen Parlament strebt eine enge Zusammenarbeit mit der "Küsten-Gang" im Deutschen Bundestag an.

Hintergrund
In der Europäischen Union (EU) haben 20 Mitgliedstaaten Zugang zum Meer. Insgesamt hat die EU eine Küstenlänge von 68.000 Kilometer, davon entfallen knapp 2.400 Kilometer auf Deutschland. Die maritime Wirtschaft erbringt in der EU 3-5% des Bruttoinlandsprodukts, allein in Deutschland beschäftigt sie rund 220.000 Arbeitnehmer/innen. Schon heute laufen 90% des interkontinentalen Handels über See! Der innereuropäische Handel über Meereswege beträgt 43% und nimmt stetig zu.

11. September 2006 05:34