Hochwasserschutz

Hochwasser haben in den letzten Jahren immer mehr Opfer gefordert und seit 1998 in Europa wirtschaftliche Verluste von mindestens 25 Milliarden Euro verursacht. Auch Teile von Niedersachsen werden regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht.

Eine neue Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Hochwasser soll die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Infrastruktur, Eigentum und die menschliche Gesundheit begrenzen bzw. vermeiden helfen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten einigten sich in einem Kompromiss auf die Hochwasserschutzrichtlinie, die am 26. November 2007 in Kraft getreten ist und in drei Phasen durchgesetzt werden soll.

Bis 2011 soll in den Mitgliedstaaten eine vorausschauende Bewertung des Hochwasserrisikos durchgeführt werden. Wird dabei ein tatsächliches Risiko festgestellt, werden bis 2013 Hochwasserrisikokarten erstellt, sowie bis 2015 Pläne für das Hochwassermanagement. Darin geht es in erster Linie um die Vermeidung von Hochwasser, indem beispielsweise der Bau neuer Gebäude in Risikogebieten unterlassen wird. Eine Koordination über Ländergrenzen hinweg soll dafür sorgen, dass Probleme nicht lediglich von einem Gebiet auf ein anderes verlagert werden. Durch eine regelmäßige Wiederholung der Risikoanalyse alle sechs Jahre soll langfristig den Entwicklungen Rechnung getragen werden.

Weiterführende Informationen zu dem Thema:

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/07/
565&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Richtlinie

http://ec.europa.eu/environment/water/flood_risk/index.htm

6. Februar 2008 12:03