EU-Agrarpolitik auf globale Nahrungsmittelkrisen ausrichten

Das Europäische Parlament debattierte am 12. Januar 2009 über die Ausrichtung der europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf weltweite Nahrungsmittelkrisen.

Die Abgeordneten forderten unverzügliche und kontinuierliche Maßnahmen, um die Ernährungssicherheit rund um den Globus zu gewährleisten. Eine stärkere Ausrichtung der Entwicklungspolitik auf die Landwirtschaft sei nötig. Zudem müsse ein weltweites System zur Erfassung von Nahrungsmitteln sowie ein globales Netz von Nahrungsmittelvorräten aufgebaut werden.

Der Ausschuss Internationaler Handel, dem Erika Mann angehört, hatte am 5. November 2008 kritisiert: Die Gemeinsame Agrarpolitik werde auch nach den aktuellen Reformschritten den Herausforderungen weltweiter Nahrungsmittelkrisen nicht gerecht. Die Kommission müsse ihren Ansatz zum Freihandel im Agrar- und Lebensmittelbereich deshalb neu bewerten, so die Empfehlung (Report zur GAP und globalen Nahrungsmittelsicherheit: A6-0505/2008).

Eine Milliarde Euro soll in den Jahren 2008 bis 2010 – angesichts der gestiegenen Nahrungsmittelpreise in der dritten Welt – aus dem Agraretat umgewidmet werden in Hilfen für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern (262 Millionen Euro 2008, 568 Millionen Euro 2009, 170 Millionen Euro 2010).

21. April 2009 14:34