Metropolregionen – Motoren für die wirtschaftliche EntwicklungDeutschland muss seine Standortvorteile ausbauen und stärker international vermarkten. Elf Gebiete zwischen Nordsee und Alpenrand verfolgen dieses Ziel bereits. Ihr gemeinsamer Titel: „Europäische Metropolregion“.
Doch was ist eine Metropolregion? Der Begriff steht für ein international bedeutendes Gebiet, in dem sich Städte und Landkreise eng miteinander vernetzen. Der alte Stadt-Land-Gegensatz ist überholt: Im kleinstädtischen und ländlichen Raum wirken heute viele Firmen und Forschungsgruppen mit internationalen Kontakten, wie hochspezialisierte Autoteil-Zulieferer, Windkraft-Messtechniker oder Lebensmitteltechnologen der Veredelungsindustrie.
Nicht nur die Meyer-Werft in Papenburg stützt die niedersächsische Wirtschaft mit ihrem Bau von Kreuzfahrtschiffen, auch die mittelständischen Schiffsmotorenbauer aus Osnabrück oder die auf Automobiltransporte spezialisierten Reeder aus Emden tragen ihren Teil dazu bei. Alle zusammen werden bei der Entwicklung regionaler Zukunftsmodelle gebraucht.
Die deutsche Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) erkannte den Status „Europäische Metropolregion“ bereits für folgende Gebiete an: die drei
Metropolregionen Hamburg, Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg und Bremen-Oldenburg im Nordwesten, die beiden Metropolregionen Berlin-Brandenburg und Sachsendreieck (Leipzig, Dresden und Chemnitz) im Osten sowie die sechs Metropolregionen München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt/Rhein-Main, Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr im Westen und Süden.
Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2006

