Metropolregionen aus Sicht der Europäischen Union

Die Stadtregion ist aus Sicht der Europäischen Kommission die entscheidende Handlungsebene für politische, wirtschaftliche und kulturelle Ziele. Die EU-Staaten wollen die Potenziale der regionalen Vielfalt deshalb stärker nutzen und verabschiedeten am 25. Mai 2007 neben der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ auch die „Territoriale Agenda der EU“.

Die Staaten legten so fest, dass regionale Identitäten als Stärken weiterentwickelt werden müssen. Städte und Regionen sollen enger vernetzt werden, damit sich bestehende Wachstumszonen erweitern. Dabei spielt auch die grenzüberschreitende und transnationale Vernetzung eine wichtige Rolle. Ökologische Ressourcen und kulturelle Werte gelten ebenfalls als wichtige Entwicklungsansätze. Genau diese Ziele verfolgen die bestehenden Europäischen Metropolregionen in Deutschland und Niedersachsen bereits.

Netzwerk METREX

Ein wichtiges Bindeglied zwischen EU-Politik und Europäischen Metropolregionen ist das Netzwerk METREX. Es wurde 1996 mit Hilfe der Europäischen Kommission in Glasgow gegründet und besteht aus praxisnahen Fachleuten (Politiker, Beamte, Berater), die einerseits die Dimension der Metropolregionen in die europäische Politik einbringen und andererseits in den Regionen den Aufbau einer effektiven „regionalen Regierung“ unterstützen.

50 europäische Regionen gehören METREX bereits an. Das Netzwerk zieht sich von London, Stockholm und Helsinki über Warschau und Bratislava bis nach Madrid, Rom und Athen. Auch die Metropolregionen Hamburg und Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg sind mit dabei und können fortan vom Erfahrungsschatz der Partnerstädte profitieren.

18. Juli 2008 11:32