Baltische OstseeRegionale Bündnisse werden derzeit in Deutschland und Europa vielerorts geschlossen, auch über Ländergrenzen hinweg. Vor allem der Ostseeraum gilt als interessantes Versuchsfeld, wo derzeit enge Netzwerke mit Akteuren aus Norddeutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Weißrussland entstehen. Gemeinsam wollen die stark unterschiedlichen Partner Sprachbarrieren überwinden, einheitliche Standards einführen, Forschungs- und Bildungsinitiativen starten. Die Akteure bezeichnen ihr übergeordnetes Bündnis selbst als „Meta-Region“.
Dieses Bündnis belebt die Hanse wieder, die ihre Vitalität aus unveränderbaren, historisch verankerten Fakten schöpft: der räumlichen Nähe, den Verbindungswegen und der Tradition der Kaufleute und Handwerker, dichte Netzwerke in der Hanseregion zu entwickeln und zu pflegen.
Der Ostseeraum bietet Niedersachsen heute, wie schon vor 500 Jahren, große Absatzmärkte und interessante Kooperationspartner. Die Staaten Mittel- und Osteuropas orientieren sich traditionell vor allem Richtung Deutschland. Hamburg und Bremen sind nach der EU-Osterweiterung wieder Heimathäfen für das Baltikum, Polen, Weißrussland, Bulgarien und Rumänien. Auch der neue Tiefwasserhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven wird diese Rolle übernehmen. Große Containerschiffe können den nautisch schwierigen Ostseeraum nicht befahren, die Container müssen deshalb in den deutschen Häfen auf kleinere Feederschiffe, Züge oder Lastkraftwagen umgeladen werden.

