Meerespolitik in NiedersachsenSeit Menschengedenken bilden Ozeane und Meere eine natürliche und unverzichtbare Lebensgrundlage. Obwohl Deutschland über vergleichsweise wenig Küste verfügt, ist das Land von den angrenzenden Meeren abhängig.
So werden beispielsweise 20 Prozent des deutschen Außenhandels über Seehäfen abgewickelt. Der Außenhandel über deutsche Seehäfen beträgt mit 281,5 Milliarden Euro 17,2 Prozent des Außenhandelswerts. Die Flotte der deutschen Seereeder liegt mit 3.105 Handelsschiffen weltweit auf dem dritten Platz – was 8,8 Prozent der Welthandelsflotte entspricht (Stand: Juli 2007)
Niedersachsen soll mit dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven den einzigen deutschen Tiefwasserhafen bekommen. Schon heute ist Wilhelmshaven nach Hamburg der zweitgrößte deutsche Massenhafen. Über den JadeWeserPort soll vor allem Rohöl für Deutschland umgeschlagen werden – so leistet der Hafen einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Bundesrepublik.
Die Europäische Kommission hat am 10. Oktober 2007 ihre neue Strategie ("Blaubuch") für eine integrierte Meerespolitik für die Europäische Union veröffentlicht. Aufbauend aus den Ergebnissen der öffentlichen Konsultation schlägt die Kommission einen integrierten, sektorübergreifenden Ansatz vor, der alle Fragen, die in Verbindung mit Ozeanen und Meeren stehen miteinander verbindet. Die Kommission ist der Meinung, dass nur eine eng koordinierte Politik notwendig ist. So soll den Herausforderung von Globalisierung, Klimawandel, Gefährdung der Meeresumwelt, Problematik der Energie- und Versorgungssicherheit und der Nachhaltigkeit begegnet werden.
Bild: Niedersachsen: Häfen und Werften

