Seite druckenDie Anlage der Stadt an einem alten Leineübergang erfolgte vermutlich bereits zur Zeit Heinrichs des Löwen. Wall, Graben und Mauer, die zwischen 1362 und 1488 gezogen wurden, bestimmen noch heute den Umriß der Altstadt. In dieser Zeit kam Göttingen vorübergehend durch das Handwerk (bes. Tuchmacherei) und den Handel (Rastort und Hansestadt) zu bürgerlichem Wohlstand und zu politischem Einfluß.
Ihre wohl nachhaltigste Prägung erhielt die Stadt aber erst nach der Eröffnung der Landesuniversität (1737) durch Kurfürst Georg August von Hannover. Die "Georgia Augusta" wuchs zu einem geisteswissenschaftlichen wie mathematisch-naturwissenschaftlichen Zentrum von Weltruf heran, das zugleich Stadtbild, Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur wesentlich mitbestimmt hat. Inzwischen ist Göttingen zur südlichsten Großstadt Niedersachsens geworden.
Die Universität ist mit 24.000 StudentInnen die zweitgrößte Niedersachsens und größter Arbeitgeber der Stadt. Überregionale Bedeutung hat Göttingen als Schul-, Kongreß- und Einkaufsstadt sowie als Dienstleistungszentrum. Für das produzierende Gewerbe ist die enge Bindung an die Universität noch immer charakteristisch.
Stadt Göttingen
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