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Bad Pyrmont

Ein Heilbad von europäischem Ruf und zugleich Standort umweltfreundlicher Gewerbebetriebe ist das Staatsbad Pyrmont. Es gilt derzeit als das größte seiner Art in Niedersachsen.

Die Geschichte Bad Pyrmonts geht bis auf die Zeit um Christi Geburt zurück. Die Stadtgeschichte wurde insbesondere durch Kurtätigkeit des Ortes geprägt. Das traditionsreiche Bad verdankt seinen beachtlichen Aufstieg neben der klimatisch begünstigten Lage im Pyrmonter Talkessel vor allem seinen kohlensauren Eisen- und Solequellen.

Nach der Gründung durch den Fürsten von Waldeck bereits im 17. und 18. Jahrhundert war Bad Pyrmont Modebad für Fürsten, Könige und die damalige geistige Oberschicht. So kann die Stadt stolz auf viele berühmte Gäste verweisen wie König Georg I von England, Zar Peter der Große, Gottfried Wilhelm Leibniz, König Friedrich II. von Preußen, Friedrich Gottfried Klopstock, Benjamin Franklin, Gotthold Ephraim Lessing, Johann Gottfried Herder, Königin Luise von Preußen, Matthias Claudius und viele mehr.

Alle haben mit Sicherheit die Atmosphäre des Pyrmonter Brunnenplatzes genossen, an dessen Stelle auch der "Hyllige Born", die älteste und bekannteste Quelle, entspringt. Der 1923/24 errichtete Kuppelbau ist heute das Wahrzeichen von Bad Pyrmont. Dabei ist das von dem Architekten Sasse errichtete Brunnenhaus das vierte seiner Art seit 1600. 1556/57 kamen 10.000 Menschen aus ganz Europa in der Hoffnung hier Heilung zu finden.

Inzwischen ist Bad Pyrmont ein moderner Kurort geworden, der seine lange Tradition mit den Möglichkeiten und Erfordernissen einer zeitgemäßen Therapie verbindet und eine wachsende Bedeutung als Tagungs- und Kongreßstadt erhält. Von den zahlreichen Kur-, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen sind besonders der ausgedehnte Kurpark mit dem berühmten Palmengarten und die Spielbank zu nennen.

Die Dunsthöhle befindet sich im ehemaligen Steinbruch Bad Pyrmonts. Schon früh sind dort Ohnmachtsanfälle bei Arbeitern beobachtet worden. Der berühmte Pyrmonter Brunnenarzt Dr. Joh. Phil. Seip (1686 - 1757) vermutete als Ursache ein unsichtbares schweres Gas, den "Schwefeldunst". Erst 1775 erkannte man, daß es sich dabei um Kohlendioxid (CO2) handelt. Den Ursprung der Kohlensäure vermutet man 3000 m unter der Erdoberfläche in vulkanischem Gestein. Je nach Temperatur sinkt und steigt der nur durch Experimente nachweisbare unsichtbare Kohlensäurespiegel in der Höhle. Heute werden die Trockengasbäder im Therapiezentrum "Königin-Luise-Bad" verabreicht.

Ebenso sind Festung und Schloß Pyrmont aus dem 16. Jahrhundert besonders sehenswert. Das Anwesen diente dem Fürsten von Waldeck-Pyromt als Sommerresidenz. Im Schloßmuseum kann sich der Besucher über die Stadt- und Badgeschichte informieren.

Bad Pyrmont im Internet
http://www.badpyrmont.de

SPD Stadtverband Bad Pyrmont
http://www.spd-badpyrmont.de/

11. September 2006 05:34

http://erikamann.com/niedersachsen/meinelandkreiseund/landkreishamelnpyr/badpyrmont
16. Mai 2008 05:19
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