Seite druckenBad Nenndorf verdankt seinen Status als Kurort und Heilbad den Schwefelquellen, die früher frei aus dem Boden austraten. Der dabei entstehende Morast wurde von den Ortsansässigen, noch in Unkenntnis der Heilkraft, als "Teufelsdreck" bezeichnet.
Erst unter Wilhelm IX., Landgraf von Hessen-Kassel, später Kurfürst Wilhelm I., wurde der wahre Wert der Schwefelquellen erkannt. Er beauftragte den Medicus Dr. Schröter, Professor an der Universität Rinteln und Brunnenmedicus in Rodenberg, Versuche mit den Quellen vorzunehmen. 1787 wurde dann das Bad gegründet; es entstanden ein Badehaus, sowie das Landgrafenhaus von 1791 und das Schlößchen von 1806. Prominente Gäste dieser Zeit waren Goethe, Schiller und Herder. Allerdings mußte Landgraf Wilhelm IX. Schon 1807 vor den französischen Truppen fliehen. Jêrome, ein Bruder Napoleons und König von Westfalen, zog ein und führte aus Frankreich das Schlammbaden ein.
Für die Augen ist das Lichterfest, bei dem tausende von Kerzen zu den schönsten Ornamenten zusammengestellt werden und als Abschluß folgt noch ein prächtiges Feuerwerk.
Für die Ohren fehlt nur noch Musik, und davon wird in Bad Nenndorf reichlich geboten. Kultur- und Konzertveranstaltungen mit internationalen Stars, wie bei den "Festlichen Sommerwochen", Orgelkonzerte bei "Pro Organo" und die Schlößchenserenaden dürften für viele Gäste von Interesse sein.
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