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Spiel macht EU-Politik greifbar

08.03.2008

Zwei Tage lang haben rund 50 Schüler des elften Jahrgangs der Albert-Einstein-Schule (AES) die Entscheidungsprozesse des EU-Parlaments nachgespielt. Ihre Erfahrungen diskutierten sie gestern im Hörsaal der Schule mit der Europaabgeordneten Erika Mann (SPD).

Von André Nowak

Laatzen-Mitte

„Ja, eine Reduzierung der Industrieemissionen um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 ist realistisch“, lobt Erika Mann das Ergebnis des Planspiels Europa der AES-Schüler. Zwei Tage lang hatten die Jugendlichen leidenschaftlich über das Für und Wider einer solchen europäischen Richtlinie für umweltschonende Energieversorgung diskutiert. Die Schüler spielten dabei zuvor festgelegte Rollen wie Minister, Abgeordnete, Journalisten und Lobbyisten.

Wegen der verschiedenen Interessen der Gruppen stießen sie wie im echten EU-Parlament auf Widerstände. „Irland verweigerte sich zum Beispiel lange einer Einigung, weil es um seinen wirtschaftlichen Aufschwung fürchtet“, berichtete eine Schülerin. Die Elftklässler waren vom Planspiel und von den Ausführungen Erika Manns sichtlich angetan und spendeten Applaus.

„Es kommt darauf an, dass die Schüler ihre Rolle richtig spielen“, sagt Referent Nabil Zeriouh. Zusammen mit Rabia Bayram sowie den Lehrern für Politik und Wirtschaft der AES, Martin Jordan und Matthias Franke, betreute er die Schüler. „Ziel dabei ist es zu lernen, Meinungen zu vertreten, die nicht unbedingt der eigenen entsprechen. Es geht darum zu argumentieren, zu improvisieren und zu repräsentieren“, sagte Zeriouh. Jochen Kubosch vom Informationsbüro München des europäischen Parlaments kündigte an, dass wegen der starken Nachfrage weitere Planspiele folgen sollen.

Quelle: Leine Nachrichten Seite 5

17. März 2008 12:23

http://erikamann.com/presse/Medien/JanuarMaerz2008/PlanSpielEU-Politik
8. Oktober 2008 04:34
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