EU-Parlamentarier stimmen für Risikobeteiligung an Neuen Netzwerken

08.07.2008

"Damit läutete das Parlament den Beginn einer neuen Regulierungspolitik für die europäischen Telecommärkte ein. Bislang versuchten die nationalen Regulierungsbehörden vornehmlich über Ex-Ante-Regulierungen neue Märkte wettbewerbsfähig zu halten. In neuen, sich entwickelnden Märkten könnte sich aber eine Ex-Ante-Regulierung demotivierend auswirken. Um zu Investitionen in die nächste Generation der Glasfasernetzwerke zu ermutigen, sollen künftig investitionsfreudige Unternehmen unterstützt werden, indem sich Konkurrenten, die ebenfalls einen Zugang wollen, an der Investition beteiligen müssen.

Dies geht auf einen Vorschlag der sozialdemokratischen Abgeordneten Erika Mann zurück, Schattenberichterstatterin im federführenden ITRE-Ausschuss. Dadurch würden Investitionen durch Risikobeteiligung der Wettbewerber belohnt und die Wettbewerber erhielten Zugang zu den Netzen, erläuterte Mann. Die Abgeordneten hätten damit durchgesetzt, "dass der Telekommunikationssektor langfristig nicht mehr, sondern weniger und sinnvoller reguliert werde".

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11. Juli 2008 13:22