Hochspannungsleitung aktuell: Erika Mann erhält eine Antwort09.10.2007
Am 25. Juli stellte die Europaabgeordnete Erika Mann (aus Schachtenbeck/Bad Gandersheim) eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission in der sie um eine Einschätzung im Zusammenhang mit dem geplanten Bau verschiedener Hochspannungsleitungen in Niedersachsen bat. Vor allem zielten die Fragen darauf ab zu erfahren, inwieweit der Bau solcher Hochspannungsleitungen mit den Zielen und Strategien der Kommission in Einklang steht.
Der EU-Kommissar Andris Piebalgs, zuständig für Energie, ließ Erika Mann am 25. September seine Antwort zukommen, die eine Reihe interessanter Aspekte enthält. Besonders für die Diskussion in Niedersachsen ist der Hinweis auf ein von der Kommission kofinanziertes Projekt "GIL-TEN for Wind & Trade" hervorzuheben, das eine Machbarkeitsstudie für ein Nordsee-Netz beinhaltet, bei welchem Gasisolierte Leitungen (GIL) genutzt werden sollen. Dieses Nordsee-Netz soll durch die GIL-Technologie europäische Off-shore-Windenergieprojekte anbinden und den Stromhandel erleichtern. Darüber hinaus verweist die Kommission auf eine von ihr geförderte Studie, in dem der Einsatz gasisolierter Leitungssysteme für eine Stromverbindung durch den Brenner-Basis-Bahntunnel" empfohlen wird. Eine von der Kommission angesprochene Studie der Deutschen Energieagentur (DENA) kam offensichtlich zu dem Ergebnis, dass die geplanten Hochspannungsleitungen in Niedersachsen notwendig sind.
Die Kommission gibt in ihrer Antwort zu verstehen, dass sie selber "Alternativen zu den Überlandleitungen gegenüber aufgeschlossen" ist. Zusätzlich weist Piebalgs darauf hin, dass beim Bau bestimmter Übertragungsleitungen durchaus Schwierigkeiten auftreten können, weshalb die Kommission Anfang September vier Koordinatoren für bestimmte Stromverbindungen benannt hat. Darunter auch für das Nordostsee-Gebiet (Dänemark-Polen-Deutschland). Der frühere Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Georg Wilhelm Adamowitsch wird in diesem Gebiet die Vollendung der Offshore-Windkraftanlagen überwachen. Die Koordinatoren sollen mit den betreffenden Akteuren verschiedene technische Lösungen erörtern. Mehr zum Thema hier und in der Tageszeitung, dem Gandersheimer Kreisblatt, die ausführliche Heimatzeitung.
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Gandersheimer Kreisblatt

