"Diskussion um Biokraftstoffe offen führen - Biokraftstoffe der zweiten Generation sind die Zukunft!"
4. April 2008 16:44

Die Diskussion in Deutschland um den Einsatz von Biokraftstoffen sollte nicht eindimensional geführt werden, warnt die niedersächsische SPD-Europaabgeordnete Erika Mann:

"Die jetzige Generation von Biokraftstoffen ist nur der Übergang zum Einsatz von Biokraftstoffen der so genannten zweiten Generation, an der mit Hochdruck geforscht wird. Diese sind ökologisch unbedenklich und stehen anders als die zurzeit verwendeten Biokraftstoffe der so genannten ersten Generation nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Die Forschung in diesem Bereich steht vor dem Durchbruch, weshalb es fatal wäre, jetzt einen Rückzieher zu machen. Bisherige Investitionen und der technologische Vorsprung, den wir in Deutschland bereits in vielen Bereichen erreicht haben, würden dadurch verschenkt. Staaten wie Brasilien und die USA forschen mit großem Engagement an den Biokraftstoffen der zweiten Generation."

„Dass Biokraftstoffe der zweiten Generation Erfolg versprechend sind, zeige nicht zuletzt das Beispiel von Britisch Petroleum (BP)“, so Erika Mann weiter. Für die Forschung hieran investiert das britische Erdölunternehmen allein an der Universität Berkeley 500 Millionen US-Dollar.

"Die Diskussion in Deutschland um die Beimischungsquote von Bioethanol ist eine Sonderproblematik des Automobilsektors, die rational gelöst werden muss und keinesfalls auf die generelle Diskussion übertragen werden darf. Es sollte danach entschieden werden, wie viel Beimischung der Markt zurzeit verträgt und es müssen die entsprechenden Verpflichtungen durchgesetzt werden, sodass mit Bioethanol versetztes Benzin für alle Neuwagen in der Zukunft verträglich ist.

Wichtig ist außerdem, dass bei der Diskussion auch nicht nur die Investitionen in Biokraftstoffe gesehen werden, sondern auch in entsprechende Materialien. In Niedersachsen ist Volkswagen in diesem Bereich bereits aus der Entwicklungsphase heraus und hat neue und leichte Biomaterialen im Einsatz. Es ist also extrem wichtig, die gesamte Problematik zu sehen, und nicht einzelne Aspekte isoliert zu betrachten", so Erika Mann abschließend.

Für ein Gespräch und weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an das Büro in Brüssel: Eva-Maria Kirschsieper, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91, Email: erika.mann@europarl.europa.eu , oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email europabuero-erika.mann@spd.de