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European Institute of Technology: der falsche Weg

European Institute of Technology: der falsche Weg

Publication date: 11.07.2007 16:15:25

Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlamentes hat am 9. Juli über die Errichtung eines Europäischen Technikforschungsinstituts abgestimmt und dabei einige Änderungen am Vorschlag der Kommission vorgenommen.

Das so genannte "European Institute of Technology" (EIT) soll nach dem Willen der Europäischen Kommission Europa an die Spitze der Technikforschung bringen. Die EU Mitgliedstaaten haben Ende Juni ihre Zustimmung zu dem Vorhaben gegeben.

Die niedersächsische Europaabgeordnete Erika MANN hegt große Bedenken gegen die Idee des EIT: "Ich halte es für ausgesprochen wichtig, dass Europa im Bereich der Spitzentechnologie und der damit verbundenen Forschung eine Vorreiterrolle einnimmt. Das EIT ist jedoch nicht der richtige Weg", so Erika MANN. Überall in Europa gäbe es zahlreiche ausgezeichnete Universitäten und Forschungsstätten, die bereits heute auf höchstem Niveau Technikforschung betreiben. "Nehmen Sie als Beispiel die Forschungslandschaft in Niedersachsen. In Braunschweig, Göttingen und Hannover wird exzellente Forschung betrieben. Es ist sinnvoller das vorhandene Potential gezielt zu unterstützen; es macht wenig Sinn, ständig mit neuen Ideen öffentliche Gelder in Forschungsruinen zu versenken, von denen zwar einige profitieren, die aber den erhofften großen internationalen Durchbruch nicht bringen" so Erika MANN weiter.

Erst 2007 hat der neu gegründete Europäische Forschungsrat seine Arbeit aufgenommen, dessen Ziel es ist, die besten und kreativsten Wissenschaftler, Ingenieure und Stipendiaten zu unterstützen. Für Erika MANN stellt sich die Frage, ob nicht erst der Forschungsrat seine Wirkung entfalten sollte, bevor eine weitere, neue Institution gegründet wird.

Nach dem zuständigen Ausschuss wird auch das Plenum des EP im September über das EIT abstimmen. Erika MANN will bis dahin die Zeit nutzen, um für alternative Modelle zu werben.

Die Kommission hatte nach längerer Diskussion im November 2006 den Vorschlag zur Errichtung des EIT an das EP und den Rat weitergeleitet. Nach derzeitigem Stand soll das EIT von 2008-2013 mit rund 309 Mio. € unterstützt werden. Schwerpunkte der Forschung sollen in den Bereichen Klima, Umwelt und Energie liegen; bis zur endgültigen Errichtung wird das Institut vermutlich weitere Änderungen durchlaufen: der Forschungsausschuss hat mit seiner Abstimmung am 9. Juli bereits den Namen des Instituts und damit auch dessen Schwerpunkt verändert. Das Institut soll "European Institut of Innovation and Technology" heißen.

Für ein Gespräch und weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an das Büro in Brüssel: Eva-Maria Kirschsieper, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91, Email: erika.mann@europarl.europa.eu , oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email europabuero-erika.mann@spd.de

11. Juli 2007 16:14

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22. Mai 2008 21:53
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