Europäisierung im Bereich der Metrologieforschung22 nationale Metrologieinstitute (Metrologie ist die Wissenschaft vom Messen) werden zukünftig ihre Forschungsarbeit noch stärker koordinieren und europäisch ausrichten; die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) aus Braunschweig nimmt dabei eine federführende Rolle ein.
Die Europäische Kommission schlägt dem Europaparlament und dem Ministerrat ein europäisches Metrologieforschungsprogramm (European Metrology Research Programme, EMRP) vor, welches mit über 200 Mio. Euro gefördert werden soll.
Erika Mann, niedersächsische Europaabgeordnete, unterstützt diese Initiative seit vielen Jahren und ist deshalb ausgesprochen froh, dass die letzten Hürden in den vergangenen Wochen aus dem Weg geräumt werden konnten. Sie ist zur Berichterstatterin des Europäischen Parlamentes für den Vorschlag der Kommission ernannt worden und geht davon aus, dass eine Zustimmung aller Beteiligten noch im Frühjahr erreicht werden kann. Erika Mann begrüßt den Vorschlag der Kommission ausdrücklich. "Die Wissenschaft vom Messen ist das Herz für viele wichtige Entwicklungen und Standards. Eine verstärkte europäische Koordinierung wird in erheblichem Umfang zu schnelleren und international relevanten Ergebnissen führen".
Bereits 2007 haben die nationalen Metrologieinstitute ihre Arbeit im Verein EURAMET e.V. zusammengeführt. Erst die Gründung des Vereins ermöglichte die Entwicklung und Durchführung eines gemeinsamen Forschungsprogramms und erst dadurch wurden gegenseitige Qualitätsvergleiche und Hilfestellungen beim Aufbau von Messinfrastrukturen möglich. Mit dem neuen Metrologieforschungsprogramm wird die Zusammenarbeit und wissenschaftliche Leistungsfähigkeit weiter intensiviert und der Nutzen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erheblich klarer.
Ohne Metrologie können die Herausforderungen der Zukunft nicht gemeistert werden: Klimawandel, intelligente Energienutzung, Nanotechnologie, Medizin und Gesundheit sind ohne zuverlässige Messergebnisse nicht denkbar. Darüber hinaus liefert die Metrologie häufig die Grundlage für staatliche Regulierung und Normung.
Hintergrund:
Das Gesamtvolumen des angestrebten Forschungsprogramms beträgt 400 Mio. Euro, wovon die Hälfte von der EU und die andere Hälfte von den nationalen Metrologieinstituten im Rahmen eines so genannten § 169 Verfahrens (nationalstaatliche und europäischen Zusammenarbeit und Finanzierung von Forschung) aufgebracht wird. Geplant ist, den Bericht in nur einer Lesung im März 2009 im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie und im Plenum des EP im April 2009 anzunehmen.
Für ein Gespräch und
weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie
sich bitte an das Büro in Brüssel: Johanna Hasting, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91,
Email: erika.mann@europarl.europa.eu
, oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email europabuero-erika.mann@spd.de

