Erika Mann: "Die Bedeutung niedersächsischer Meerespolitik stärker wahrnehmen" Norddeutschland ist ein wichtiger Standort für eine
europäische Meeres- und Hafenpolitik.
Diese Bedeutung wird im Rahmen einer geostrategischen Neuausrichtung Nordeuropas dramatisch zunehmen. 20% des deutschen Außenhandels werden über Seehäfen abgewickelt. Der seewärtige Außenhandel über deutsche Seehäfen beträgt mit 281,5 Milliarden Euro 17,2 % am Außenhandelswert. Die Flotte der deutschen Seereeder liegt mit 3.105 Handelsschiffen weltweit auf Platz 3 (8,8% der Welthandelsflotte).
Niedersachsen besitzt mit Wilhelmshaven den drittgrößten Seehafen in Deutschland. Gleichzeitig wird die Bedeutung des Standortes Wilhelmshavens durch den Bau des JadeWeserPort weiter zunehmen. Für die Einfuhr von Rohöl nach Deutschland ist Wilhelmshaven bereits heute für Deutschland der wichtigste Seehafen.
Vor diesem Hintergrund wird Herr John Richardson, Leiter der "Task Force" Meerespolitik der Europäischen Kommission am 12. und 13. September 2007 auf Einladung von Erika Mann nach Norddeutschland (Hamburg und Wilhelmshaven) reisen. John Richardson wird sich vor Ort ein Bild des niedersächsischen Meeres- und Küstengebietes machen.
Im Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft und Politik in Hamburg am 12. September werden unter anderem Verkehrsinfrastrukturprojekte, Sicherheitsfragen und umweltpolitische Themen diskutiert. Am darauf folgenden Tag stehen Gespräche am JadeWeserPort und mit der "Maritimen Verbundwirtschaft" in Wilhelmshaven an.
Hintergrund:
Die Europäische Kommission entwickelt derzeit eine Strategie für eine europäisch ausgerichtete Meerespolitik. Die Veröffentlichung des Grünbuchs "Die künftige Meerespolitik der EU: Eine Europäische Vision für Ozeane und Meere" aus dem Jahr 2006 leitete einen Konsultationsprozess ein, der Ende Juni 2007 endete. In den kommenden Monaten wird die Kommission, auf diesem Konsultationsprozess basierend, konkrete Maßnahmen erarbeiten und am Ende des Jahres dem Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten ihre Vorschläge unterbreiten. Alle für Küsten- und Meerespolitik relevanten Bereiche wie Infrastrukturen, Internationisierung der Hafenpolitik, Deichsicherheit, Küstensicherheit, Containersicherheit etc. werden darin aufgegriffen.
Zur Person John Richardson: Vor der Übernahme seiner jetzigen Aufgabe in Brüssel, war Herr Richardson von 2001 bis 2005 Botschafter der Europäischen Union bei der UN in New York.
Für ein Gespräch und weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an das Büro in Brüssel: Eva-Maria Kirschsieper, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91, Email: erika.mann@europarl.europa.eu , oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email europabuero-erika.mann@spd.de

