Erika MANN: "Rückrufaktionen für Spielzeuge Spitze des Eisbergs"
28. August 2007 09:23

Nach den Rückrufaktionen von in China produzierten Spielwaren der Hersteller Mattel sowie dessen Firmentochter Fisher-Price, hat nun auch das US-Handelsunternehmen Martin Designs in China hergestellte Ware zurückgerufen. In allen Fällen sind die Spielwaren erheblich mit gefährlichen Schadstoffen belastet.

Die SPD-Europaabgeordnete und Sprecherin für internationalen Handel der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament, Erika MANN, geht davon aus, dass dies keine Einzelfälle sind, sondern dass es darüber hinaus auch in vielen anderen Fällen Belastungen gibt. "China ist besonders im Bereich von Billigprodukten zum Weltproduzenten geworden. Gleichzeitig ist das Land jedoch nicht ausreichend in der Lage, nach europäischen oder auch amerikanischen Standards zu produzieren." Allerdings sei dies nicht nur ein Problem Chinas, sondern offenbare auch Schwachstellen in Europa.

Erika MANN fordert deshalb Konsequenzen. Die derzeitigen Verhandlungen mit China (strategische Partnerschaft) sowie mit Korea, Indien und den ASEAN Staaten (bilateral Freihandelsabkommen) bieten dazu eine gute Möglichkeit. "Es ist notwendig, dass die europäischen Regulierungen bei für den Export vorgesehenen Produkten aus China in vollem Umfang berücksichtigt werden. In Folge dessen müssen auch die Kontrollen entsprechend durchgeführt werden. Nur so können für den europäischen Markt produzierte Waren auch den geltenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bestimmte Arbeitsschutz- und Umweltschutzstandards in den Verhandlungen zu berücksichtigen."

Den größten Handlungsbedarf sieht Erika MANN darin, dass in den bereits laufenden Verhandlungen mit China zügig entsprechende Standards und Kontrollen festgelegt werden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass im Freihandelsabkommen mit Korea, das bis zum Jahresende abgeschlossen werden solle, ebenfalls entsprechende Standards aufgenommen werden. Für die Verhandlungen mit Indien und ASEAN ist zu entsprechender Zeit ebenso darauf zu achten.

Für ein Gespräch und weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an das Büro in Brüssel: Eva-Maria Kirschsieper, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91, Email: erika.mann@europarl.europa.eu , oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email europabuero-erika.mann@spd.de