Globaler Emissionshandel – Erika Mann fördert transatlantische VerständigungIn Paris sind am 25. und 26. Mai 2009 Vorverhandlungen zum diesjährigen UN-Klimagipfel in Kopenhagen gescheitert. Die Vertreter der 16 größten Industrie- und Schwellenländer ("Major Economies") konnten sich wegen mangelnder Kompromissbereitschaft nicht auf einen Verhandlungstext für das neue Klimaprotokoll verständigen.
Dieser Verhandlungstext muss den Vereinten Nationen (UN) sechs Monate vor dem Klimagipfel vorliegen, also bereits am 7. Juni 2009. Ursprünglich sollten sich die „Major Economies“ über den Inhalt des Textes auf der Bonner UN-Klimakonferenz Anfang Juni 2009 einigen. Dieses Ziel ist mit dem Scheitern in Paris nun gefährdet.
Eine bessere Verständigung im Bereich Energiesicherheit und Klimawandel ist auch Inhalt des Workshops, den der Atlantic Council of the United States zusammen mit dem Clingendael International Energie Program und dem Institute for the 21st Century Energy am 28.Mai 2009 in Brüssel veranstaltet. Erika Mann leitet die Diskussion zur Frage nach der Effizienz von Standards und Regularien im europäischen und amerikanischen Wirtschaftsraum.
Erika Mann bemüht sich darüber hinaus besonders intensiv, eine internationale Verständigung zwischen den Energie-intensiven Unternehmen, auch aus Schwellenländern, zu erreichen. Dies ist notwendig, um international ein praktikables System für die CO2-Zuteilung Energie-intensiver Industrien (benchmarks) zu schaffen. Ein solches System wird unabdingbar sein, um beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen zu einem Abschluss zu kommen, dem die Schwellenländer zustimmen können. Erika Mann arbeitet im Rahmen einer von ihr initiierten Benchmarking-Arbeitsgruppe mit internationalen, Energie-intensiven Unternehmen und Vertretern von Think Tanks an einem Vorschlag für ein solches sektor-spezifisches global anwendbares Benchmarking-Modell, das als Grundlage für die Verhandlungen in Kopenhagen dienen kann. Vertreter nahezu aller in Niedersachsen ansässigen und betroffenen Industriebranchen (Glas, chemische Industrie, Stahl, Papier und Zement) sind daran beteiligt.
"Eine gemeinsame Verständigung der Industrie- und Schwellenländer im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz auf praktikable Lösung für Energie-intensive Unternehmen, wird für den Abschluss eines neuen Klima-Protokolls unablässig sein", so Erika Mann.
Hintergrund:
Bei dem UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll eine neue globale Klimavereinbarung als Nachfolger des Kyoto-Abkommens von 1997 beschlossen werden. Europa ist bereit, bis zu 50 Prozent aus den Einnahmen des Emissionshandels für internationale Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Die USA haben eine Reduzierung der Treibhausgase um 20 Prozent (im Vergleich zu 2005) bis zum Jahr 2020 ins Auge gefasst. Die EU will den Ausstoß bis 2020 um mindestens 20 Prozent (im Vergleich zu 1990) senken.
Für ein Gespräch und weitere Informationen steht Ihnen Erika Mann gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an das Büro in Brüssel: Johanna Hasting, Tel.: +32 (0)2 - 284 51 91, Email: [email protected] , oder an das Büro in Hannover: Henning Hofmann, +49 (0) 511 1674 268, Email [email protected]

