Handel und Entwicklung

Mit dem Thema Handel und Umwelt eng verknüpft sind Fragen der Entwicklung . Dies verdeutlicht schon die Tatsache, dass die Mehrheit der Armen in der "Dritten Welt" auf dem Land leben. Hier will die EU in erster Linie erreichen, dass die Vorteile eines integrierten Welthandels auch den Entwicklungsländern zugute kommen.

Um dies zu erreichen müssen Verhandlungen über den Marktzugang für besonders wichtige Exportprodukte aus Entwicklungsländern aufgenommen werden. Bereits im Rahmen ihrer sogenannten "Everything But Arms"- Initiative hat die EU sämtliche Zölle und Importquoten für Waren aus den ärmsten Entwicklungsländern, den sog. Least Developed Countries (LDCs) aufgehoben. Nun sind auch andere Industrie - und Schwellenländer aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.

Die EU schlägt außerdem erhebliche Zollbeschränkungen für Industriegüter sowie weitreichende Zollsenkungen und Subventionsabbau für Agrarprodukte vor. (siehe GATT in der WTO: landwirtschaftliche Güter)

Die EU ist sich jedoch der Tatsache bewusst, dass den Entwicklungsländern mit verbesserten Exportbedingungen allein noch nicht ausreichend geholfen ist. Um aktiv am Welthandel teilnehmen zu können, benötigen diese Länder auch dringend technische Hilfe. Hierzu hat die WTO einen "Global Trust Fund" eingerichtet, in den die EU bereits 63 Prozent (19 Mrd. Euro) des Gesamtbetrages eingebracht hat.

11. September 2006 05:34