Abschluss der Doha-Runde immer unwahrscheinlicherAm 19. Mai 2008 wurden die bereits zum dritten Mal überarbeiteten Vorschläge für die laufenden Verhandlungen der "Doha-Runde" für die Bereiche Agrar und Industriegüter (NAMA) vorgelegt. Insbesondere Vertreter der EU und insgesamt der Industriestaaten haben diese Vorschläge kritisch bewertet, da geringfügige Zollsenkungen seitens der Schwellen- und Entwicklungsländer vorgesehen sind.
Bei den Verhandlungen über die neuen Texte kam es am 3. Juni 2008 in Genf bereits zu einem Rückschlag. Die Verhandlungen über den Bereich Industriegüter (NAMA) wurden abgebrochen, da keine Aussicht auf eine Einigung bestand.
Die zuständigen Minister der WTO-Mitgliedstaaten wollen sich offenbar dennoch in einer Sitzung mit den Texten befassen und versuchen, zu einer Einigung zu kommen.
Für den Fall, dass eine derartige Ministerrunde einberufen wird, wird auch Erika Mann als Vertreterin des Europäischen Parlaments, wie bereits in den vergangenen 14 Jahren daran teilnehmen.
Nach den neuen Vorschlägen soll eine jährliche Zollreduzierung von 40 Mrd. Euro erfolgen. 1/3 davon soll zu Gunsten der Industriestaaten gehen, 2/3 zu Gunsten der Entwicklungsländer.
Weitere Informationen:
- Vorschlag im Bereich Agrar
- Vorschlag im Bereich Industriegüter
- Vorschlag im Bereich Dienstleistungen
- http://www.publications.parliament.uk/pa/ld200304/ldselect/ldeucom/104/10402.htm
Pressemitteilungen von Erika Mann zum Thema:

