Innovationen im Kampf gegen den Klimawandel

Im Juni 2008 besuchte Erika Mann die „CITRIS-Kopenhagen Forschungskonferenz für Klima und Energie“ in Kopenhagen. CITRIS steht für „Center for Information Technology in the Interest of Society“ - eine Forschungseinrichtung aus vier kalifornischen Universitäten und Forschern der Industrie. Die Konferenzteilnehmer gingen den Fragen nach, wie Innovationen und eine sich wandelnde Industrie den Klimawandel bewältigen können.

Erika Mann ist eine ausgewiesene Expertin zum Thema „technologische Antworten auf die Herausforderungen der Klimaveränderung“ und fordert seit Jahren eine stärkere Aufmerksamkeit der Europäischen Union in diesem Bereich.

Mittlerweile hat auch die Europäische Kommission dies erkannt und am 20. Mai 2008 endlich eine Kommunikation vorgelegt, in der sie das Potenzial der technologischen Antworten anerkennt. So hält die Kommission durch Informations- und Kommunikationstechnologie Energieeinsparungen im Prinzip von bis zu 70 Prozent für möglich. Wie so häufig übertreibt die Kommission: Reduktionen von 30 bis 40 Prozent sind realistisch.

Bislang investieren vor allem Kalifornien, Indien und teilweise auch China große Summen in diesen Bereich. Die EU setzt dagegen stark auf Regulierung, die aber nur neue Probleme schafft.

Erika Mann empfahl neue globale Institutionen für den Klimaschutz, deren Strukturen sich nicht zu sehr an etablierten globalen Institutionen orientieren sollten. Erika Mann: „Die Veränderungen im Klima- und Energiebereich sind dramatisch und in ihrer Dynamik beispielsweise nicht mit den Veränderungen auf den Handelsmärkten vergleichbar.“

Führende Forscher wollen die wichtigsten Innovationsbereiche zum Klimaschutz vom 10. bis 12. März 2009 auf einer Internationalen Forschungskonferenz in Kopenhagen vorstellen und mit Politikern Wege zu deren Umsetzung diskutieren.

28. April 2009 14:43