Enttäuschung über Klimagipfel in Posen

Enttäuschung über Klimagipfel in Posen

Laut Jahresbericht der Vereinten Nationen (UN) vom 17. November 2008 sind die Treibhausgasemissionen der Industriestaaten weiter angestiegen. Die im Rahmen des Kyoto-Protokolls angepeilten Reduktionsziele seien dennoch in Reichweite, erklärt der UN-Klimaverantwortliche Yvo de Boer – falls die Länder konkrete Maßnahmen schnell umsetzen.

Über die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Posen waren vor allem Umweltverbände enttäuscht. Vertreter von Entwicklungs- und Schwellenländern zeigten sich empört, dass die Industriestaaten den Fonds zur Anpassung der ärmeren Länder an den Klimawandel nicht aufstockten. Beratungen auf dem Klimagipfel in Bali 2007 hatten dies bereits vorgesehen. Derzeit umfasst der „Anpassungsfonds“ rund 60 Millionen Dollar.

Die Industrieländer konnten sich nicht darauf einigen, neue Klimaziele festzuschreiben. Angedacht war eine Senkung der Treibhausgase bis 2020 zwischen 25 und 40 Prozent. Auch die wissenschaftlichen Ergebnisse des Weltklimarates wurden zwar berücksichtigt, aber weiter nur als Fußnote.

Beim Kampf gegen die Zerstörung der Wälder kamen die Nationen ebenso nicht über den Stand der Klimakonferenz in Bali 2007 hinaus. Problem ist die weiter unklare Finanzierung möglicher Maßnahmen.


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28. April 2009 14:02