Schwellenländer müssen CO2 einsparen

Die Europäische Kommission hat am 28. Januar 2009 Schwellenländer mit großem Wirtschaftswachstum aufgefordert, ebenfalls Verantwortung im Klimaschutz zu übernehmen. Vor allem China, Indien und Russland müssen ihre Treibhausgasemissionen reduzieren. Das Kyoto-Protokoll schreibt für diese Länder bisher keine CO2-Reduktionen vor.

In den Entwicklungs- und Schwellenländern nehmen aber die CO2-Emissionen rasant zu. Schon 2005 lag der gemeinsame CO2-Ausstoß dieser Länder über dem Gesamtausstoß der Industrieländer.

Laut der internationalen Forschergemeinschaft Global Carbon Project (GCP) ist China seit 2007 der größte Klimasünder weltweit, gefolgt von den USA, Russland und Indien. Die Berechnungen beruhen auf Daten des BP Ölkonzerns.

Bis 2020 sollten Entwicklungs- und Schwellenländer (mit Ausnahme der ärmsten Länder Afrikas) den Anstieg ihrer Emissionen auf 15 bis 30 Prozent unter den Werten halten, die sie erreichen würden, wenn sie keine Veränderungen vornähmen.

Dies schlägt die Europäische Kommission vor. Sie ermutigt die Entwicklungsländer weiter, eigene weitreichende Strategien für einen geringeren CO2-Ausstoß zu verabschieden. Ziele müssten hierbei verstärkt Investitionen des privaten Sektors sein sowie die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien.

Bis 2020 sollen weltweit etwa 175 Milliarden Euro an Nettoinvestitionen bereitgestellt werden, so die Kommission. Mehr als die Hälfte dieser Summe müsse in Entwicklungsländern investiert werden.

Zudem müsse ein OECD-weiter CO2-Emissionsmarkt aufgebaut werden, parallel zum bereits existierenden CO2-Handel in Australien und Neuseeland.

Die Kommission geht davon aus, dass auch die USA bald ein vergleichbares Cap-and-Trade-System einführen. Mit der Zeit könne der CO2-Handel auf die Entwicklungsländer ausgeweitet werden.

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28. April 2009 14:48