Verstärkte Einbeziehung der Jugend in EU-PolitikbereicheIm Europäischen Parlament liegt zwischen April und Juli 2008 eine so genannte Schriftliche Erklärung zur Unterzeichnung durch die Abgeordneten aus, mit der erreicht werden soll, dass die Jugend stärker in europäische Politikprozesse einbezogen werden. Erika Mann hat diese Schriftliche Erklärung ebenfalls unterzeichnet.
Die Erklärung muss von mehr als der Hälfte der Europaabgeordneten unterzeichnet werden, damit die Europäische Kommission zu entsprechendem Handeln angehalten ist.
Konkret wird die Europäische Kommission aufgefordert, bei der Ausarbeitung von Legislativvorschlägen die Jugend stärker einzubeziehen und mögliche Auswirkungen auf die Jugend zu berücksichtigen. Dieses so genannte "Mainstreaming" sollte sich in so vielen Politikbereichen wie möglich widerspiegeln, insbesondere aber in den Bereichen Bildung, lebenslangem Lernen, Beschäftigung, soziale Integration, Gesundheit, Mobilität, Grundrechte und Chancengleichheit.
Das so genannte Weißbuch „Jugend“ der Europäischen Kommission hatte zwar bereits angeregt, v.a. in den Bereichen die über Bereiche von traditioneller Jugendpolitik hinaus reichen, größeres Augenmerk auf die konkreten Auswirkungen auf junge Menschen zu legen. Diese Idee sollte jedoch noch weiter gestärkt werden.
Im März 2005 hatte der Europäische Rat einen "Europäische Pakt für die Jugend" verabschiedet, in dem eine direkte Einbindung junger Menschen in den Lissabon-Prozess vorgeschlagen wurde.
Konkrete Aktionen durch die europäischen Institutionen blieben jedoch noch aus. Die besonderen Bedürfnisse und Lebensumstände junger Menschen finden nach wie vor keine spezifische Beachtung. Die Schriftliche Erklärung soll eine neue Anregung sein, dass konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um Jugendliche in der Europäischen Union zu stärken.

