Small Business Act

Am 19. Juni 2008 hat die Europäische Kommission ihre Mitteilung zum so genannten "small business act" vorgelegt. Unter dem Titel "think small first" ist beabsichtigt, vor allem das Wachstum kleiner und mittlerer Unternehmen zu fördern. Die Initiative zielt darauf ab, den Zugang für KMU zu Märkten und zur Finanzierung zu verbessern, wie auch stärker an öffentlichen Ausschreibungen und Förderprogrammen teilzunehmen.

Um diese Ziele zu erreichen, wird der Abbau von bürokratischen Hürden bis 2012 um 25% angestrebt. Darüber hinaus wird eine neue Rechtsform, die "Europäische Privatgesellschaft" vorgeschlagen, mit der die Gründung von Tochterunternehmen in anderen EU-Mitgliedstaaten erleichtert wird.

Die meisten Arbeitsplätze in der Europäischen Union werden von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestellt. Insgesamt gibt es rund 23 Millionen KMU in der EU. Im Vergleich: EU-weit gibt es rund 41.000 Großunternehmen.


Weiterführende Informationen

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf eine Entscheidung der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hinweisen, die am 7. Juli bekannt gegeben hat, dass Beihilfen für kleine und mittlere Unternehmen in bestimmten Bereichen künftig schneller genehmigt werden. Die Regelung tritt bereits in den kommenden Wochen in Kraft. Interessant und positiv hierbei: Wird ein Unternehmen von einer Frau geführt, kann dieses Unternehmen bis zu einer Million Euro/Jahr ohne Prüfung durch die Kommission an Beihilfen erhalten.

11. Juli 2008 13:05