Vorschläge der Europäischen Kommission zur Überarbeitung der Agrarpolitik liegen vor

Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) ist eines der wichtigsten Handlungsfelder der Europäischen Union. Die Ausgaben des Agrarhaushaltes waren bis 2008 immer der größte Posten im Gesamthaushalt.

Im Jahr 2003 trat die große europäische Agrarreform in Kraft, welche deutliche Auswirkungen für die europäischen Landwirte hatte.

Im November 2007 hat die Europäische Kommission eine Überprüfung der 2003 durchgeführten Agrarreform vorgenommen und dem Parlament und den Mitgliedstaaten erste nicht-bindende Vorschläge unterbreitet. Das Europäische Parlament hat sich in einem Bericht im März 2008 dahingehend geäußert, dass der 2003 eingeschlagene Weg erfolgreich sei und beibehalten werden müsste.

Am 20. Mai 2008 hat die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel die legislativen Vorschläge (die in verbindliche Rechtsakte münden werden) für die Überarbeitung der Agrarreform aus dem Jahr 2003 vorgestellt.

Im Zentrum dieser Überarbeitung (die unter dem Stichwort "GAP-Gesundheitscheck" läuft) stehen drei Bereiche:

Landwirtschaft

Erste Aussprache über Überarbeitung der Agrarreform

Die EU-Agrarminister haben sich während der informellen Sitzung des Agrarrats am 27. Mai 2008 in Slowenien erstmals über die Legislativvorschläge der Kommission zum Gesundheitscheck ausgetauscht. weiter>>>

Haltung Erika Manns

Erika Mann ist im Prinzip der Meinung, dass die Vorschläge der Kommission zum rechten Zeitpunkt kommen. Allerdings warnt sie davor, die Verständigung, die im Rahmen der Agrarreform aus dem Jahr 2003 erzielt wurde, zu gefährden. weiter>>>

Weitere Reaktionen

Der Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer wie auch der Deutsche Bauernverband haben hingegen die Vorschläge der Europäischen Kommission kritisiert. weiter>>>

Veranstaltung zur Agrarreform in der zweiten Jahreshälfte 2008

Zur Überarbeitung der Agrarreform plant Erika Mann noch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landvolk und ihrem Bundestagskollegen Wilhelm Priesmeier ein Gespräch in Niedersachsen. weiter>>>

Weitere Informationen

Seit 2003 ist China Nettoimporteur von Agrarprodukten und der größte Importeur z.B. für Sojabohnen und Speiseöl. Dieser Trend scheint weiter anzuhalten, da in China immer mehr Menschen vom Land in die Stadt gehen.

Pressemeldungen zu den Vorschlägen der Kommission

27. Juni 2008 12:02