Die Euro-Einführung

Der Euro war viele Jahre in Vorbereitung.

Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (1957) erklärte den europäischen Binnenmarkt zum Ziel einer Entwicklung, die den wirtschaftlichen Wohlstand steigern und zu “einem immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker“ beitragen sollte.
Die Einheitliche Europäische Akte (1986) und der Vertrag über die Europäische Union (1992) stützen sich auf dieses Fundament. Sie führten zur Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) und sind der Grundstein für unsere einheitliche Währung.
Die dritte Stufe der WWU begann am 1. Januar 1999, als die Umrechnungskurse der teilnehmenden Währungen unwiderruflich festgelegt wurden. Seither betreiben die Teilnehmerstaaten eine gemeinsame Geldpolitik.

Der Euro wurde gesetzliches Zahlungsmittel und die zunächst 11 nationalen Währungen Untereinheiten des Euro. Am 1. Januar 2001 trat Griechenland dem Eurosystem bei. Somit wurden die Euro-Banknoten und -Münzen am 1. Januar 2002 in 12 Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingeführt. Bis dahin gab es den Euro schon als Buchgeld, das heißt, Schecks, Überweisungen und Lastschriften konnten schon in Euro ausgestellt, Konten und Sparbücher wahlweise in der nationalen Währungseinheit oder in Euro geführt werden.

Die Einführung des Euro war ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Europa, in dem sich Menschen, Dienstleistungen, Kapital und Waren frei bewegen können.

Dies ist ein Ereignis von historischer Bedeutung. Es handelt sich um die größte Währungsumstellung, die die Welt je erlebt hat.

1. Januar 2002 – neue Banknoten und Münzen für Europa

Im gesamten Euroraum wurden bis zum 1. Januar 2002 rund 14,5 Milliarden Euro-Banknoten und rund 50 Milliarden Euro-Münzen hergestellt. Das Tempo der Umstellung vom nationalen auf das Euro-Bargeld richtete sich nach nationalen Zeitplänen und ist daher von Land zu Land unterschiedlich geregelt.

Die Umstellungsphase, in der der Euro und die nationale Währungseinheit nebeneinander existierten (auch Parallelumlaufphase genannt), dauerte in den meisten Ländern zwischen einem und zwei Monaten. Schon ab dem 15. Januar 2002 – also nur zwei Wochen nach dem Einführungstag – wurde die Mehrheit aller Barzahlungen in Euro vollzogen.

Wenn Sie jetzt, lange nach der Umstellungsphase, noch nationale Banknoten haben, besteht kein Grund zur Sorge. Diese lassen sich für einen unbegrenzten Zeitraum oder mindestens noch für viele Jahre bei Ihrer nationalen Zentralbank in Euro umtauschen.

Eurowebsite der EZB
http://www.euro.ecb.int/de.html

Website der Deutschen Bundesbank mit weiterführenden Informationen
http://www.deutsche-bundesbank.de

Website der Aktionsgemeinschaft Euro. Eine Initiative der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament
http://www.aktion-euro.de

Hier informiert das Europäische Parlament
http://www.europarl.de/euro

Website zur Auftaktaktion der Deutschen Bundesbank sowie aller Banken und Sparkassen zur Euro-Bargeldeinführung
http://www.schlafmuenzen.de

Euro-Quiz-Show des Europäischen Informationszentrums
http://www.euro-abc.org

11. September 2006 05:34