Seite drucken "The EU is the key.
We are for a co-ordinated declaration of independence. For us recognition is as
important as the declaration."
(Hasim Thaci,
designierter Regierungschef im Kosovo)
Unter den Mitgliedstaaten der EU ist die Haltung zur Lösung des Konflikts bislang nicht einheitlich.
Einige EU-Mitgliedstaaten, darunter Zypern, Rumänien und Spanien, stehen den Entwicklungen und einer möglichen Anerkennung des Kosovo als eigenständigem Staat besonders skeptisch gegenüber.
Der Fall Kosovo wird immer wieder als möglicher Präzedenzfall gesehen, der bei einer Anerkennung des Kosovo als eingeständiger Staat, Auswirkungen auf ähnliche Konflikte in verschiedenen europäischen Regionen haben könnte.
Im Norden Spaniens beispielsweise kämpfen Separatisten um die Unabhängigkeit des Baskenlandes. In weiteren EU-Mitgliedstaaten wie Rumänien oder der Slowakei gibt es Regionen mit großen nationalen Minderheiten, die potenziell ihre eigene Unabhängigkeit fordern könnten.
Ähnliche Konflikte treten auch in Osteuropa auf. Georgien hat zwei abtrünnige Regionen (Südsossetien und Abchasien) in denen sich jeweils eine Mehrheit dafür ausgesprochen hat, von Georgien unabhängig zu werden. In der abtrünnigen moldawischen Provinz Transnistrien haben sich im September 2006 97% der Bevölkerung dafür ausgesprochen, von Moldawien unabhängig zu werden und sich frei mit Russland zu assoziieren.
Die EU spielt für beide Parteien, Serbien und Kosovo-Albaner, eine Schlüsselrolle, da beide Regierungen mittelfristig die EU-Mitgliedschaft anstreben und auch nur in der Gemeinschaft der Europäischen Staaten ihre gemeinsame Zukunft finden werden. Hasim Thaci, der designierte kosovarische Regierungschef hat der Financial Times gegenüber angegeben, dass die EU der Schlüssel und die Anerkennung des Kosovo als eigenständiger Staat durch die EU wichtig seien.
Die EU-Staats- und Regierungschefs werden sich während des EU-Gipfeltreffens am 13. und 14. Dezember in Brüssel mit dem Thema befassen.