Referendum in Irland

Am 12. Juni 2008 wird Irland als einziges EU-Mitgliedsland ein Referendum über den EU-Reformvertrag ("Vertrag von Lissabon") abhalten. Dieses Referendum ist auf Grund einer Verpflichtung in der Verfassung notwendig.

Stimmen die irischen Bürgerinnen und Bürger mit "Nein", so wird der geplante Reformvertrag nicht in Kraft treten können, da hierfür die Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten erforderlich ist.

Irland hat bereits einmal im Jahr 2001 dem so genannten "Vertrag von Nizza" seine Zustimmung verweigert. Erst nach Neuverhandlungen und einem weiteren, diesmal erfolgreichen Votum in Irland, konnte der Vertrag am 1. Februar 2003 in Kraft treten. Der Vertrag von Nizza ist der heute gültige EU-Vertrag, der nun durch den Vertrag von Lissabon abgelöst werden soll.

YES to Lisbon

Erika Mann

Iren sind im Prinzip europafreundlich. Der historische Aufschwung Irlands hat viel mit der Integration in die Europäische Union und den Finanzzuflüssen der europäischen Töpfe zu tun. Aber die Iren sind auch streitlustig. Die eigentlich europafreundlichen Landwirte sind allerdings über die neuen Vorschläge zur Agrarreform aufgebracht. Obendrein findet in Irland die Schlacht aller Europagegner und Skeptiker statt.

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9. Oktober 2008 14:08