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Die Vertragsreform

Einigung auf Reformvertrag

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten konnten sich beim Gipfeltreffen am 19. Oktober 2007 in Lissabon unter Leitung der portugiesischen Ratspräsidentschaft auf ein neues Vertragswerk einigen.

Mit dem gefundenen Reformvertrag wird eine wichtige Hürde genommen. Am 13. Dezember 2007 soll das Vertragsdokument offiziell in Lissabon unterzeichnet werden und nach der Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten 2009 in Kraft treten. Irland ist der einzige Mitgliedstaat, in dem ein Referendum verfassungsrechtlich vorgeschrieben ist. Es bleibt abzuwarten, ob auch andere Länder eine Volksabstimmung durchführen werden und wie sich dies auf die Ratifikationsgeschwindigkeit auswirken wird.

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist die Stärkung des Europäischen Parlaments welches mit dem Vertrag ein volles Mitentscheidungsrecht in nahezu 100% der EU-Rechtssetzung erhält (auch im Agrarbereich und im heutigen so genannten dritten Pfeiler der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik). Durch den Wegfall der Unterscheidung zwischen obligatorischem und nicht-obligatorischem Haushalt erhält das EP auch in diesem Bereich stärkere Einflussmöglichkeit. Schließlich wird das Parlament zukünftig die gesamte Kommission durch Vertrauensvotum einsetzen. Dazu gehört dann auch der "Hohe Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik", der zeitgleich Vizepräsident der Kommission sein wird.

Die Anzahl der Generalanwälte beim Europäischen Gerichtshof wird von acht auf elf erhöht; Polen wird einen ständigen Generalanwalt stellen.


Irland stimmt gegen EU-Reformvertrag
Am 12. Juni waren die irischen Bürger aufgerufen, über den EU-Reformvertrag, den Vertrag von Lissabon abzustimmen. In dem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Referendum sprachen sich rund 53% der Iren gegen die Ratifizierung des Vertrages aus. Nach diesem weiter>>>


Referendum in Irland
Am 12. Juni 2008 wird Irland als einziges EU-Mitgliedsland ein Referendum über den EU-Reformvertrag ("Vertrag von Lissabon") abhalten. Dieses Referendum ist auf Grund einer Verpflichtung in der Verfassung notwendig. Stimmen weiter>>>


Die sieben EU-Vertragsmythen
1. Die EU wird zur Militärunion Falsch ist: Die EU werde durch den - heute zur Unterzeichnung vorgesehenen - neuen Vertrag zu einem Militärbündnis wie die Nato. Denn es gibt auch im neuen EU-Vertrag keine Beistandspflicht. weiter>>>


Die Ergebnisse der Regierungskonferenz 2007
Die Änderungen am Reformvertrag von Lissabon - Ergebnisse der Regierungskonferenz am 18./19. Oktober 2007 (dieser Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom SPD-Europaabgeordneten Klaus Hänsch (www.klaus-haensch.de). weiter>>>


Die neue Sitzverteilung
Die Verhandlungen der Regierungskonferenz sollen am 18./19. Oktober erfolgreich abgeschlossen werden. Für die Abgeordneten des Europäischen Parlaments ist dabei insbesondere die Neuverteilung der Sitze im Parlament von weiter>>>


Die Regierungskonferenz
Die Regierungskonferenz Die Regierungskonferenz zur Erarbeitung eines neuen Vertrags über die Europäische Union, hat am 23. Juli 2007 ihre Arbeit aufgenommen. Geplant ist, dass die Arbeit nach Möglichkeit bis zum Regierungsgipfel weiter>>>


Vertragsreform zum Verfassungstext. Ein Kommentar von Erika Mann.
Vertragsreform zum Verfassungstext. Ein Kommentar von Erika Mann In den letzten Monaten und Jahren haben sich unzählige "Europäer" mit neuen Vorschlägen zu Wort gemeldet, wie es mit der Verfassung weitergehen soll. Auf weiter>>>


Kanzlerin Merkel bei den Sozialdemokraten - der "Geist Europas" hat gesiegt
Kanzlerin Merkel bei den Sozialdemokraten - der "Geist Europas" hat gesiegt Am 27. Juni 2007 war die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Fraktionssitzung der Sozialdemokraten im Europäischen weiter>>>


weiterführende Links:

9. Juni 2008 17:29

http://erikamann.com/themen/europaszukunftsthe/Vertragsreform
7. Oktober 2008 03:33
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