Niedersächsische Kamera macht Bilder von Asteroiden

Niedersächsische Technologie des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) ist nicht zum ersten Mal bei wichtigen Erforschungen des Weltraums im Einsatz. Ein unter der Leitung des MPS in Katlenburg-Lindau entwickeltes Kamerasystem OSIRIS steuert zurzeit die ESA-Sonde Rosetta durch das Weltall. Am 5. September 2008 flog die Sonde, navigiert mit Hilfe des Kamerasystems des MPS, 800 Kilometer nah am Asteroiden Steins vorbei und machte Bildaufnahmen von bis dato unbekannter Qualität und Auflösung. Weiterhin verfügt die Raumsonde durch das Kamerasystem über eine neuartige Navigation, die es möglich macht, die sondeneigene Route und den Verlauf des Asteroiden genau zu bestimmen.

In Katlenburg-Lindau werteten direkt nach Eingang der ersten Signale Wissenschaftler die aus dem All gesendeten Daten aus.

Am 2. März 2004 fand die ESA-Kometen-Mission "Rosetta" ihren Start vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus. Ziel dieser Mission ist die Erforschung des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Dieser wenige Kilometer große Himmelskörper, besteht vor allem aus Eis und Staub.

Die Landesonde „Philae“, die initiiert worden ist vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), soll 2014 auf dem Kometenkern abgesetzt werden. Die Beobachtung und Erforschung soll direkt von der Oberfläche aus erfolgen.

Erika Mann unterstützt das MPS in Kaltenburg-Lindau. Sie ist Mitglied im Kuratorium des Instituts.


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11. September 2008 17:56