Das 7. Forschungsrahmenprogramm

Dieser Text soll dazu dienen, die Diskussion zum 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP) der Europäischen Union kurz darzustellen.

Die weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Aufstrebende Länder wie China und Indien wachsen inzwischen zu Forschungs- und Innovationszentren von Weltklasse heran; USA und Japan liegen schon lange an der Weltspitze. Die Ausgaben in der Europäischen Union für F&E betragen derzeit 1,9% des BIP gegenüber 2,59% in den USA und 3,15% in Japan.

Das Ziel, die EU bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“ (Lissabon-Strategie), ist eng verknüpft mit dem Vorha-ben der Schaffung eines „Europäischen Forschungsraums“, um so das Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungspotenzial in Europa langfristig positiv zu beeinflussen und damit den Anschluss an weltweite Entwicklungen zu finden. Im März 2002 (Barcelona) verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU darauf, Investitionen in Forschung und Entwicklung bis zum Jahr 2010 auf drei Prozent des BIP zu erhöhen. Dieses Ziel ist durch viele Resolutionen und Stellungnahmen des EP bestärkt worden.

Die europäische Diskussion über die Schaffung eines „Europäischen Forschungsraums“ leidet noch immer unter der mangelnden Vernetzung nationaler und europäischer Forschungspolitik. Gleichzeitig sind die Investitionen, die die EU-Staaten in diesen Bereichen vornehmen, sehr unterschiedlich: Schweden liegt im F&E -Bereich mit 3,74% an der Spitze, gefolgt von Finn-land mit 3,51%. Deutschland liegt mit 2,49% im Mittelfeld und ganz am Ende findet sich Malta mit gerade 0,29% .

Ein weiterer Trend ist alarmierend: Häufig werden von Forschern und Investoren die weniger günstigen Bedingungen für Forschung und Entwicklung in der EU im Vergleich zu den USA und Japan beklagt. Seit Jahren ist nicht zuletzt aus diesem Grund ein „Braindrain“ zu erkennen. Bis auf die Schweiz, Schweden, Belgien und Luxemburg verlieren alle europäischen Staaten mehr Menschen mit Hochschulbildung, als sie durch Zuwanderung hinzugewinnen, z.B. wandern in Deutschland 180.000 Menschen mit Hochschulbildung mehr aus, als akademische Zuwanderer kommen.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass in Europa zusätzlich 700.000 Forscher benötigten werden, um die EU an die internationale Spitze zu bringen. Die Ab- und Zuwanderung wäre an sich ein begrenztes Problem und in einem internationalen Forschungsumfeld als normal und notwendig anzusehen. Problematisch ist dabei jedoch zum einen, dass der europäische Forschungsraum nur begrenzt attraktiv für Forscher aus Drittstaaten ist, zum anderen, dass zunehmend Forschungsaktivitäten von europäischen Unternehmen ins Ausland verlegt werden.

Hintergrund zum 7. FRP
Am 6. April 2005 legte die Kommission ihren Vorschlag für das 7. FRP vor. In diesem Vorschlag sind viele Positionen aus den unterschiedlichsten Bereichen eingeflossen, u.a. die Bewertung zum 6. FRP durch den Marimon-Bericht und der Locatelli-Bericht weiter>>>


Spezifische Programme des 7. FRP
Das 7. FRP ist in vier spezifische Programme unterteilt, welche die vier übergreifenden Ziele der EU-Forschungspolitik widerspiegeln: Kooperation: "Zusammenarbeit" Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, weiter>>>


Beteiligunsgsregeln für das 7. FRP
Die Europäische Kommission hat Ende Dezember 2005 ihren Vorschlag für die Beteiligungsregeln für das 7. FRP vorgelegt. Diese legen fest, wer unter welchen Bedingungen an Projekten des 7. FRP teilnehmen kann. Haftungsfragen (was passiert, weiter>>>


Kritische Aspekte des 7. FRP
Grundlagenforschung Die Entscheidung, dass die Förderung der Grundlagenforschung durch einen Europäischen Forschungsrat erfolgen soll, ist im Prinzip getroffen. Umstritten ist jedoch die Frage, wie groß der Einfluss der Kommission bei der weiter>>>


Das 7. FRP der Euratom
In Übereinstimmung mit dem im Euratom-Vertrag beschriebenen Verantwortungsbereich der EU umfasst das 7. FRP auch einen traditionellen Forschungsbereich über die nukleare Sicherheit. Rechtsgrundlage für das Euratom-Rahmenprogramm ist Artikel 7 des Euroatom-Vertrages. weiter>>>


Anmerkungen und Links
An dieser Stelle einige Anmerkungen zum noch laufenden 6. Rahmenprogramm. Vorrangiges Ziel des FRP6 ist es, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen, um damit die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern. Eine besondere Rolle spielt dabei weiter>>>


28. Februar 2007 12:50