Seite druckenDie wesentliche Kritik an dem Kommissions-Vorschlag kam seitens der Hochschulen und Forschungseinrichtungen. So zeigten sich die in der „League of European Research Universities“ (LERU) organisierten führenden europäischen Universitäten in einer Stellungnahme im November 2006 von dem „Top-Down“-Vorschlag der Kommission, ein Europäisches Technologieinstitut zu gründen, nicht überzeugt:
Erich Hoedl, Vizepräsident der „European Academy of Sciences and Arts” (EASA) wies im Mai 2007 darauf hin, dass der Kommissionsvorschlag für das Jahr 2013 vorsieht, dass 61% des EIT-Haushalt von bestehenden europäischen Innovationsinstrumenten und –fonds bestritten werden sollen, 26% von Mitgliedstaaten, lokalen Einrichtungen, Unternehmen, und nur 13% aus dem Gemeinschaftshaushalt. Dies bedeute, dass über die Neuausrichtung der bestehenden EU-Innovationsinstrumente die etablierten Forschungs- und Innovationsaktivitäten zerstört würden und die Entwicklung des europäischen Universitätssystems schwer beeinträchtigt werde. Dabei sei ein Erfolg des EIT keineswegs garantiert. Die Zahl der KICs zu auf ein oder zwei zu reduzieren, hält Hoedl gleichwohl für wenig sinnvoll, da der globale Wettbewerb in mehreren Innovationsbereichen bestehe, so dass mehrere KICs sofort mit ihrer Arbeit beginnen müssten.
Die “European Association of Research and Technology Organisations” (EARTO) hingegen unterstützt die Einrichtung des EIT. Seine Hauptaufgabe sieht EARTO darin, den Transferwege von der Forschung in die Anwendung zu verstärken und zu verbessern.