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Kommissionsvorschlag

EU-Kommissionspräsident José-Manuel Barroso hatte im Februar 2005 die Vision eines Europäischen Technologieinstituts präsentiert, einem europäischen Pendant zum US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT). Vorbildhaft ist das MIT, weil es so viele erfolgreiche Firmenausgründungen hervorbringt und damit einen erfolgreichen Innovationstransfer von der Hochschule in die Wirtschaft vorführt.

2,4 Mrd. Euro wollte Barroso in die Gründung des "European Institute of Technology" (EIT) investieren, das „die Mauern zwischen Forschung, Bildung und Unternehmen niederreißen“ sollte. Es sollte Anreize schaffen, den Erkenntnis- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft deutlich zu verbessern.

Barroso setzte dabei auf öffentlich-private Partnerschaften, das heißt auf die Verflechtung von Hochschulen und Forschungsexzellenz mit geschäftlichen Interessen und mit wirtschaftlichem Potenzial. So sollten sich Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmen in Wissens- und Innovationsgemeinschaften, so genannten „KIC“s (Knowledge and Innovation Communities), zu strategischen Partnerschaften auf begrenzte Zeit zusammenschließen.

Entsprechend hoffte Barroso auch auf eine rein private Finanzierung – doch die Industrie war dazu nicht bereit. Auch sollte das EIT eigene Hochschulabschlüsse vergeben dürfen. Doch das stieß auf Kritik in den Mitgliedstaaten. Bildung und Forschung ist nicht explizit Aufgabe der EU – in Deutschland ist das sogar ausgemachte Ländersache.

Die EU-Kommission schlug im November 2006 vor, für den Zeitraum 2007 bis 2013 insgesamt 2.367,1 Mrd. Euro für das ETI und die KIC auszugeben (COM(2006) 604 final/2). Sie sollen sich aus verschiedenen Quellen zusammensetzen:

22. Februar 2008 17:53

http://erikamann.com/themen/forschungspolitik/technologieinstitut/vorschlag
8. Oktober 2008 04:25
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