Inauguration of Barack Obama / Amtseinführung Barack Obamas
Obama Inaugural Invitation Inaugural Seal Up Close von redstamp.com

Bild: Obama Inaugural Invitation Inaugural Seal
Up Close von redstamp.com


Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama um 18 Uhr (MEZ) zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.

Erika Mann sieht diesen politischen Neuanfang in den USA als eine große Chance für Europa: „Barack Obama wird in den kommenden vier Jahren einer der mächtigsten Entscheider in unserer globalen Welt sein. Und er hat bereits heute glaubhaft signalisiert, dass er zu mutigen tiefgreifenden Entscheidungen fähig ist - Europa wird nun politisch offen auf ihn zugehen müssen, um gemeinsam in vielen Bereichen pragmatische Erfolge zu feiern.“

Globale Krisen drängen: die größte Finanz- und Weltwirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, ein rasant fortschreitenden Klimawandel, der immer wieder aufflammende Nah-Ost-Konflikt, blutige Kämpfe in Afghanistan, dramatische Energiekrise. Nie zuvor haben so viele Konflikte und Herausforderungen zur gleichen Zeit verdeutlicht, dass ein politischer Egozentrismus zu weiterem Chaos führt. Erika Mann: „Wir können die Probleme nur gemeinsam lösen. Dabei müssen die Europäer aber auch eines ganz klar sehen: Nicht nur Barack Obama muss jetzt mutige und weitreichende Entscheidungen treffen, auch die Verantwortlichen in der Europäische Union.“ Seinen politischen Pragmatismus hat Obama bereits bei der Kabinettsaufstellung bewiesen: Über die Parteigrenzen hinweg hat er ein Team von Experten zusammengestellt.

Zaghaftes und kontroverses Handeln in der EU kann die transatlantischen Beziehungen auch schnell wieder belasten, warnt Erika Mann. Sie sieht bisher noch kein ausreichendes Engagement auf europäischer Seite. Erika Mann: „Die Europäische Union muss sich gerade jetzt viel stärker und schneller auf ihre Pflichten besinnen, wenn wir beim Entspannen und Bekämpfen der globalen Konflikte in der ersten Reihe mitwirken will.“ Gefragt ist ein europäischer Führungswille. Wenn dieser fehlt, kann sich Barack Obama auch schnell wieder von der EU abwenden und anderswo in der Welt Mitstreiter suchen. Dieser Führungswille wird besonders in Afghanistan gefragt sein; spätestens dann, wenn die amerikanischen Truppen aus dem Irak nach Afghanistan verlegt werden, wird Europa seinen Einsatz ebenfalls verstärken müssen.

Erika Mann: „Die Europäische Union sollte ihre Vorreiterrollen nicht aus dem Blick verlieren, beispielsweise beim Klimawandel, aber auch in anderen Zukunftsfeldern der Forschung und Entwicklung.“ Der IT-Bereich, vor allem aber die Stammzellforschung sind bereits zwei warnende Beispiele für eine verschenkte europäische Führungsrolle. Noch liegt die Europäische Union beim Entwickeln und Vermarkten von erneuerbaren Energien vorne, Obama will aber mit einem 150-Millionen-Dollar-Programm in den kommenden zehn Jahren nachziehen. Erika Mann: „Das ist ein wichtiger und begrüßenswerter Neuanfang, wir müssen uns aber weiter als gleichberechtigter Partner behaupten – mit all unserer Kompetenz und Stärke. Europa kann sehr viel erreichen, die transatlantischen Beziehungen dürfen dabei aber nicht als Einbahnstraße in Richtung Europa gesehen werden.“

Inauguration procedure / Verfahren der Amtseinführung

Zeitplan für die Tage vor der Amtseinführung und für den Tag der Amtseinführung finden Sie hier, die offizielle Webseite der Amtseinführung ist hier zu finden. Eine live-Übertragung der Amtseinführung wird hier übertragen.

Allgemeine Reflektionen zum Machtwechsel in den USA finden Sie in diesen Beiträgen:


The Obama - Team / Obamas Kabinett

Die Mitglieder des Kabinetts von Obama finden Sie hier. Weitere Informationen, auch zu den Auswirkungen der neuen Mehrheitsverteilungen im Kongress, finden Sie unter den folgenden Beiträgen:


Die folgenden Beiträge bieten weitere Informationen zu wichtigen inhaltlichen Themen:

Stem Cell / Stammzellen



IT /High-tech



Foreign policy /Außenpolitik



Transatlantic Relations / Transatlantische Beziehungen

Das Transatlantic Policy Network (TPN), zusammen mit anderen transatlantischen Organisationen, arbeitet derzeit an einer Initiative für einen strategischen transatlantischen Dialog, der sich mit transatlantischen Antworten auf globale Herausforderungen befassen soll. Erika Mann ist Vorsitzende des "Steering Committee" des TPN und begleitet diese Initiative inhaltlich.



Closing of Guantánamo / Die Schliessung von Guantánamo

Erika Mann hat die Schließung des Gefängnisses in Guantánamo schon lange gefordert. Sie hat als eine der wenigen Politiker das umstrittene Lager persönlich in Augenschein nehmen können. Gemeinsam mit europäischen und amerikanischen Kollegen besuchte Erika Mann Guantánamo am 22. Mai 2006.



Financial crisis



Transatlantic and world economy / Transatlantischer und globaler Markt

Erika Mann ist Mitglied der Europäischen Delegation des Transatlantischen Wirtschaftsrats, der am 12. Dezember 2008 zum dritten Mal tagte. Mehr Informationen zur Arbeit des Transatlantischen Wirtschaftsrats finden Sie hier.



Climate Change / Umwelt und Klimawandel

21. Januar 2009 10:02